Laufzeit: 01.01.06-31.12.08
Konflikte in Ausbildung und Betrieb sind der Hauptgrund, den Auszubildende und Unternehmen für einen Ausbildungsabbruch angeben. Ungelöste Konflikte und Ausbildungsabbrüche im dualen System verursachen jedoch Zeitverluste für Betriebe und Auszubildende und führen nicht selten zu hohen Kosten. Sie gefährden den Bestand betrieblicher Ausbildungsplätze, da die Unternehmen aufgrund der negativen Erfahrungen freie Lehrstellen nicht wieder besetzen, und bergen die Gefahr für Jugendliche, Auftakt einer Entwicklung zu werden, die im schlimmsten Fall den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt verhindert.
In jedem Fall werden Konflikte im betrieblichen Ablauf als belastend empfunden. Eine positive Konfliktkultur ist jedoch für viele erfolgreiche Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor und Bestandteil einer innovativen und nachhaltigen Personalentwicklung.
Ziel des Projektes war es, im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen und Vernetzungen von Akteuren der dualen Ausbildung Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktlösungskompetenzen als Schlüsselqualifikationen für Ausbildung und Betrieb zu vermitteln und zu fördern. Dabei stand die Situation von kleinen und mittleren Betrieben im Handwerk im Mittelpunkt. Zu den Zielgruppen gehörten alle Personen, die mit der Ausbildung junger Menschen im dualen System betraut sind. Gemeinsam mit der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld entwickelte und erprobte die LGH für die verschiedenen Zielgruppen Qualifizierungsmodule zur Förderung der Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeit in der dualen Ausbildung. Berücksichtigt wurden u. a. geschlechtsspezifische und interkulturelle Gesichtspunkte. Zudem wurden Umsetzungshilfen für die Ausbildungspraxis angeboten und - ausgehend von den Erfahrungen aus den Seminarveranstaltungen - das Online-Selbstlernprogramm „Konflikte meistern in Ausbildung und Betrieb“ entwickelt. Dieses E-Learning wurde am 12.02.2009 auf der didacta in Hannover mit dem Weiterbildungs-Innovations-Preis 2009 (WIP) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ausgezeichnet.
Ausgehend von der Modellregion des Handwerkskammerbezirks Ostwestfalen-Lippe wurden die entwickelten und evaluierten Produkte, Maßnahmen und Trainings in weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens eingesetzt. Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen.
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Ihre Ansprechpartnerin:
Annette Klotz





