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Westdeutscher Handwerkskammertag
Unternehmerverband Handwerk NRW (LFH) 
Landesvereinigung der Fachverbände des Handwerks Landesregierung Nordrhein-Westfalen MCH Das Handwerk

LGH-News

14.05.2012 - Programm „Jugend in Arbeit plus“ Schwerpunkt beim NRW-Tag in Detmold


Düsseldorf (LGH). Am Pfingstwochenende steht Detmold ganz im Zeichen des Nordrhein-Westfalen-Tags. Auf der sogenannten Landesmeile in der Innenstadt wird das Programm „Jugend in Arbeit plus“ am Stand des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales den Schwerpunkt bilden. LGH-Mitarbeiterin Ina Grothe ist vor Ort, um... 
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08.05.2012 - Jubiläums-Meistergründungsprämie hilft bei  Modernisierung einer ostwestfälischen Bäckerei


Düsseldorf (LGH). Als 500. geförderter Übernehmer eines Handwerksunternehmens in Ostwestfalen-Lippe hat Ingo Schröder aus Preußisch Oldendorf die Meistergründungsprämie NRW erhalten. Er will den Familienbetrieb modernisieren und die Palette der Backwaren weiter ausbauen. Den symbolischen Scheck über... 
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02.05.2012 - Elf „Z-Fit“-Staffeln unter vier Stunden und bei den ersten Tausend im Ziel



Düsseldorf (LGH). Viel Spaß an der Aktion, Kondition, den Willen durchzuhalten und gute Wetterbedingungen – was braucht man mehr für einen Marathonlauf? Auch bei der dritten Auflage von „Z-Fit“ schafften es wieder alle 21 letztlich gestarteten Handwerkerstaffeln ins Ziel am Düsseldorfer Rheinufer. Am... 
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Juni 2007 Ausbildung steuern, Ausbildungsgespräche führen

Lehrjahre verlaufen nicht immer so reibungslos, wie es sich die Beteiligten wünschen. Ausbilder/innen klagen über die Lehrlinge, deren mangelnde Motivation und Leistungsbereitschaft oder ungenügende Ausbildungsreife. Die jungen Leute bemängeln dagegen immer wieder die Ausbildungsqualität oder den Ablauf der Lehre. Zwischenmenschliche Konflikte, die sich nicht selten an vordergründigen Unstimmigkeiten entzünden, erschweren die Situation für alle Beteiligten. Entspannung bringen allein regelmäßige Gespräche. Wir geben Ihnen im Folgenden Tipps dafür.

Um für Ausbilder/innen und Auszubildende eine höhere Zufriedenheit mit der Ausbildungssituation zu erreichen, können beide Seiten einen Beitrag leisten. Die Erfahrungen zeigen, dass gerade der Ausbildungsbetrieb mit einfachen Mitteln viel zum Positiven erreichen kann. Die Einführung zu Beginn der Berufsausbildung wie auch regelmäßige Ausbildungsgespräche bilden eine gute Basis für das gemeinsame Arbeiten im Betrieb.

Der erste Ausbildungstag - eine gute Vorbereitung und Einführung wirkt positiv

Mit dem Start in eine Lehre beginnt für viele Jugendliche eine Phase der Neuorientierung. Die meisten müssen sich nach der langen Schulzeit zunächst an die Situation in einem Unternehmen gewöhnen. Für sie verläuft der Prozess der Eingliederung nicht reibungslos, insbesondere dann nicht, wenn sie bislang nur wenige Einblicke in die Strukturen und Arbeitsabläufe von Firmen erhalten haben. Zudem sind ihnen die Erwartungshaltungen der Ausbilder/innen und sonstiger Vorgesetzter oftmals nicht bekannt. Das macht es schwierig, die Abläufe und Erfordernisse zu überblicken.

Daher ist es besonders wichtig, insbesondere Berufsanfänger in die betrieblichen Strukturen, Abläufe und Erfordernisse einzuweisen. Deswegen sollten ihnen Ausbilder/innen gleich an einem der ersten Tage erklären,

Für eine gute Integration ist es hilfreich, wenn die Ausbilder/innen die Kollegen und auch die Mitauszubildenden persönlich vorstellen. „Patenschaften" zwischen älteren und jüngeren Lehrlingen können den Neuen nach der ersten Einführung Orientierung und Austauschmöglichkeiten bieten. Da Auszubildende insbesondere am Anfang sehr viel Neues aufnehmen, verarbeiten, lernen und anwenden müssen, ist für sie zudem eine Informationsmappe hilfreich, die die wichtigsten Punkte enthält (Ansprechpartner/innen, Telefonnummern, betriebliche Regeln, Betriebsorganisation usw.).

Ausbildungsgespräche führen - Gesprächstechniken nutzen

Auszubildende haben insbesondere zu Beginn viele Fragen. Es hilft ihnen, wenn die Ausbilder/innen sich regelmäßig mit ihnen zusammensetzen. In einem so genannten Ausbildungsgespräch können Schwierigkeiten und Fragen frühzeitig geklärt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Damit schaffen Sie eine Gelegenheit, um über wichtige Ausbildungsangelegenheiten zu informieren, betriebliche Regeln und Erwartungshaltungen zu erklären und den Leistungsstand zu ermitteln. Haben Sie als Ausbilder/in Mängel oder Defizite bei Ihrem Lehrling festgestellt oder sind Sie in bestimmten Punkten unzufrieden, bieten die Gespräche den Rahmen für eine sachliche Klärung.

Das Gespräch vorbereiten - Beurteilungsbogen verwenden

Entscheidend für den Gesprächsverlauf und die Gesprächsergebnisse ist, wie Sie die Unterredung vorbereiten und steuern.  Sie sollten also vor dem Termin in Ruhe überlegen, um welche Themen es in dem Ausbildungsgespräch konkret gehen soll. Mit Hilfe von Beurteilungsbögen lassen sich vorab das Verhalten und die Leistung des Lehrlings bewerten und festhalten. Die Bewertung des Bogens sollte von dem/r Ausbilder/in vorgenommen werden, der/die in der letzten Zeit besonders eng mit dem Lehrling zusammengearbeitet hat. Der Beurteilungsbogen macht deutlich, wo die Stärken und Schwächen liegen und wo Fördermaßnahmen angesetzt werden müssen.

Welche Verhaltens- und Leistungsmerkmale beurteilt werden, hängt von den Anforderungen des Ausbildungsberufs ab. Ein Muster für einen betriebsinternen Beurteilungsbogen finden Sie hier.

Während des Gesprächs helfen Ihnen folgende Tipps:

Zum Gesprächseinstieg

Der Kern des Ausbildungsgesprächs

                 - Meine Wahrnehmung als Ausbilder/in: „Ich habe festgestellt/gehört, dass ..."

                 - Die Wirkung auf mich: „Ich bin enttäuscht, dass ... nicht klappt/dass Sie die Aufgaben nicht erledigt haben." „Ich ärgere mich darüber, wenn Sie nicht pünktlich sind." „Es beunruhigt mich, wenn Sie diese Aufgabe nicht korrekt ausführen können."

                 - Mein Wunsch: „Ich möchte gerne/Ich habe den Wunsch/Ich schlage vor, ..."

Ziele vereinbaren und Lösungen suchen

Als Gesprächsabschluss

Mit Hilfe dieser Gespräche ist es möglich, den Verlauf der Ausbildung zu steuern und für beide Seiten Leistungsstand und Entwicklungsmöglichkeiten mit den notwendigen Maßnahmen festzuhalten. Auch bieten die Gespräche den Rahmen, um auf aktuelle Entwicklungen und Beobachtungen zu reagieren, beispielsweise bei Nichtbesuch der Berufsschule, auftretender Unpünktlichkeit oder festgestelltem Leistungsabfall.

Auf Regelmäßigkeit kommt es an

Ausbildungsgespräche sollten regelmäßig geführt werden. Folgende Termine bieten sich im Verlauf der Lehrzeit an:

1. Ausbildungsjahr:     Zu Beginn der Probezeit, in der Mitte und am Ende der Probezeit sowie kurz nach deren Ablauf

2. Ausbildungsjahr:     Zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres, zu einem weiteren Zeitpunkt nach Beginn des 2. Ausbildungsjahres, ca. zwei Monate vor der Zwischenprüfung

3. Ausbildungsjahr:     Zu Beginn des 3. Ausbildungsjahres, zu einem weiteren Zeitpunkt im 3. Ausbildungsjahr, vor der Gesellen-/Abschlussprüfung und nach der Prüfung.

Es gibt keine zeitlichen Vorgaben für ein Ausbildungsgespräch. Mit einer guten Vorbereitung kann der Termin sehr effizient durchgeführt werden.

Bringt ein Ausbildungsgespräch kein zufrieden stellendes Ergebnis bzw. führt es nicht zur Lösung von besprochenen Problemen, kann die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer eingebunden werden. Deren Ausbildungsberater/innen können aufgrund ihres Erfahrungshintergrunds und ihrer neutralen Rolle praktische Tipps zur Änderung einer Situation geben. In Konflikten können sie gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung erarbeiten.

Fazit: Nutzen Sie Ausbildungsgespräche! Sie behalten das Heft in der Hand, wenn Sie so ein Forum für den regelmäßigen Austausch schaffen. Verbunden mit Lob und dem Aufzeigen von beruflichen Perspektiven tragen die Gespräche erheblich zur Motivation Ihrer Lehrlinge bei.

 

Copyright 06/2007 by MCH

Autorin: Sylvia Hüls, LGH, Projektreferentin „Ziellauf - Konflikte im Ausbildungsalltag erkennen und lösen"