Eine wichtige Grundvoraussetzung ist deshalb die Analyse der eigenen Produkte und Dienstleistungen hinsichtlich der Exportfähigkeit und Internationalisierungschance: Welche Produkte / Dienstleistungen sind für eine internationale Vermarktung am besten geeignet und welche Länder / Märkte bieten für diese Produkte die größten Chancen?
Bevor ein Unternehmen seine exportfähigen Produkte auswählt, sollte es seine produktbezogenen Kernkompetenzen im Vergleich zum Wettbewerb analysieren. Hier spielen Kriterien wie Qualität, Preis, Design und Image eine wesentliche Rolle. Produkte, die sich durch eine besondere Qualität, ein modernes Design und einen Preisvorteil von den Wettbewerbern unterscheiden, eignen sich besonders gut für eine internationale Vermarktung.
Neben der Frage nach der Auswahl des richtigen Produktes, stellt sich die Frage, welcher Auslandsmarkt die besten Absatzchancen bietet. Anhand einer Grobanalyse sollte das Unternehmen mittels Ausschlusskriterien die Anzahl der potenziellen Märkte reduzieren. Einige Länder fallen dann heraus, da sie bestimmte Grundanforderungen wie politische, wirtschaftliche und rechtliche Stabilität, Einfuhrbestimmungen oder eine verlässliche Infrastruktur nicht erfüllen.
Konkrete produktspezifische Marktchancen stehen beim zweiten Schritt, der Feinanalyse, im Vordergrund. Zentrale Kriterien sind dabei die Marktattraktivität, der Wettbewerbsvorteil und die Risiken. Die Marktattraktivität beschreibt mögliche ökonomische Ertragschancen. Sie lässt sich an den Umsatz-, Beschäftigungs- und Importzahlen der entsprechenden Branche, dem Marktwachstum und der Wettbewerbsstruktur messen. Anhand vorheriger Geschäftskontakte, dem eigenen Qualitäts- oder Kostenvorteil oder besonderem Wissen über die Kultur bewertet man seine potenziellen Wettbewerbsvorteile.






