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Handwerksinitiative NRW
Westdeutscher Handwerkskammertag
Unternehmerverband Handwerk NRW (LFH) 
Landesvereinigung der Fachverbände des Handwerks Landesregierung Nordrhein-Westfalen Das Handwerk Empfängerbefragung 2013

LGH-News

01.01.2016 - Neue Richtlinien für Meistergründungsprämie ab Januar 2016


Im November 2015 wurde eine Änderung der Richtlinien für die Meistergründungsprämie beschlossen und veröffentlicht. Ab Januar 2016 sind daher insbesondere zwei Änderungen für die Antragsteller von Bedeutung: Das Gründungsvorhaben darf grundsätzlich nicht vor der Erteilung des ... 
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05.11.2015 - Neuer Vorstand gewählt


Auf der Jahresmitgliederversammlung der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e. V. (LGH), am gestrigen Donnerstag, den 05.11.2015 wurde der neue Vorstand einstimmig gewählt. Zum Nachfolger von Hans Rath wurde Präsident des Unternehmerverbandes Handwerk NRW (LFH), Dipl.-Ing. Hans-Joachim... 
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30.03.2015 - Lernen und Freizeit in den Osterferien: 290 Jugendliche starten in die „LernFerien NRW“


Düsseldorf (LGH). Ab diesem Montag fahren wieder 290 Schülerinnen und Schüler in die „LernFerien NRW“ – ein kostenloses und freiwilliges Angebot für Schülerinnen und Schüler in den Osterferien. An fünf Tagen werden in insgesamt 14 Camps jeweils 20 bis 25 Jugendliche durch geschultes Personal... 
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LAND NRW

Tipps zur Auswahl von Beratern

Viele Handwerksunternehmer hatten schon einmal Gelegenheit, Akquisitionsbemühungen von Beratern kennenzulernen. Ein großer Teil dieser Berater versucht, die Unternehmen durch Direktwerbung und Telefonakquisition von seinem Angebot zu überzeugen. Aber Vorsicht: Manchmal trügt der Schein! Zahlreiche Unternehmen mussten schon bitteres Lehrgeld bezahlen, ohne den entsprechenden Nutzen aus der Beratung ziehen zu können.

Leider gibt es kein Patentrezept, den seriösen Berater vom Scharlatan zu unterscheiden. Der Beruf des Beraters (oft Unternehmens-, Betriebs-, Wirtschaftsberater oder Consultant genannt) ist nicht gesetzlich geschützt. Jeder kann sich ohne Nachweis seiner Qualifikation so nennen und Geschäfte betreiben. Dies hat in der Praxis dazu geführt, dass sich in Deutschland einige tausend Personen als Berater bezeichnen. Aus dieser riesigen Gruppe den richtigen, qualifizierten Experten zu finden ist für denjenigen, der den Beratermarkt nicht gut kennt, nahezu unmöglich bzw. kann ein Glücksspiel sein.

Es gibt aber einige Beraterverbände, die hohe Anforderungen an ihre Mitglieder stellen und Detailinformationen über das Leistungsangebot von Beratern vermitteln. Hier finden Sie zwei Beispiele von Beraterverbänden, deren Mitglieder auch über Erfahrungen in der Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen verfügen:

Zu Fragen des betrieblichen Rechnungs- und Steuerwesens stehen zum Beispiel die Experten des Verbandes der Wirtschafts- und Steuerberatungsstellen im Handwerk NRWe.V. zur Verfügung.

 

Sie können sich als Handwerksunternehmer vor unseriösen Beratungspraktiken schützen, wenn Sie folgende Ratschläge beachten bzw. die Fragen positiv beantwortet werden:

  1. Prüfen Sie Beratungsangebote auf „Herz und Nieren" und holen Sie möglichst Vergleichsangebote ein!
  2. Ist der Berater bereit, Ihnen Referenzen zu nennen?
  3. Stimmt das Honorar?
  4. Gibt es klare Aussagen zur Beratungsdurchführung und zum Beratungsbericht?
  5. Zahlen Sie die Rechnung erst dann, wenn die vereinbarten Arbeitsergebnisse tatsächlich erbracht sind und Sie von dem Ergebnis überzeugt sind!
  6. Denken Sie an die Fördermöglichkeiten!
  7. Beraterverbände
  8. Muster-Beratungsvertrag 

 

 

1. Prüfen Sie Beratungsangebote auf Herz und Nieren" und holen Sie möglichst Vergleichsangebote ein !

Gehen Sie bei den Gesprächen mit Beratern genauso professionell vor wie bei Vertragsverhandlungen mit Ihren Kunden. Laden Sie wenn möglich mindestens zwei Berater zu Vorgesprächen ein. Der seriöse Berater ist bereit, dieses Vorgespräch kostenlos in Ihrem Unternehmen zu führen, um dann zum Beispiel auf der Grundlage einer Betriebsbesichtigung ein konkretes Angebot zu unterbreiten. Bevor Sie einen Beratungsauftrag erteilen, sollten Sie eine schriftliche Vereinbarung mit dem Berater oder der Beratungsgesellschaft abschließen, in der folgende Punkte exakt beschrieben werden:

Seien Sie vorsichtig, wenn die Person, die zu Ihnen Kontakt aufgenommen hat, nicht identisch mit dem durchführenden Berater ist. Bestehen Sie darauf, den Berater persönlich kennenzulernen! Denn was nutzt Ihnen das beste Fachwissen des Beraters, wenn die persönliche Beziehung zwischen Ihnen und ihm nicht funktioniert. Schließlich weihen Sie den Berater in die intimsten Details des Unternehmens ein - das erfordert eindeutig ein Vertrauensverhältnis.

Lassen Sie sich auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen!

2. Ist der Berater bereit, Ihnen Referenzen zu nennen?

Der unseriöse Berater lehnt die Nennung von Referenzen häufig mit dem Hinweis auf seine Verschwiegenheitspflicht ab. Dieses Argument ist nachvollziehbar, Sie sollten sich davon aber nicht beeindrucken lassen.

Bestehen Sie vielmehr darauf, zwei bis drei Referenzadressen von vergleichbaren Unternehmen oder Institutuionen zu erfahren, in denen der Berater bereits tätig war oder die über Erfahrungen mit der Arbeit des Beraters verfügen. Sie müssen diese Referenzen dann auch unbedingt prüfen.

3. Stimmt das Honorar?

Beraterhonorare werden in der Regel als Tageshonorare auf der Basis von Beratertagen vereinbart. Ein Tag beträgt dabei ca. acht bis zehn Stunden. Vorsicht ist bei Honoraren auf Stundenbasis geboten. Hierbei geht schnell der Überblick über die Gesamtkosten verloren. Honorare zwischen 700 - 1.000 Euro pro Tag sind heute durchaus marktüblich. Lassen Sie sich nicht von Erfolgshonoraren oder Honoraren als Erfolgsprovision beeindrucken. Diese Form der Honorierung ist in der gängigen Praxis unüblich. Entscheidend sind nicht die Einzelbeträge, sondern die Gesamtkosten für die Beratung (Beratungstätigkeit im Unternehmen, Berichterstellung, Reisekosten). Letztendlich muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Deshalb sollten Sie Leistungsgarantien vereinbaren, d.h. eine genaue Beschreibung der Beratungsaufgabe. Allgemeine Formulierungen wie zum Beispiel „Analyse und Beurteilung der betrieblichen Gesamtsituation, Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen" reichen später nicht aus, Ansprüche in einem eventuellen Rechtsstreit durchzusetzen. Der seriöse Berater wird gemeinsam mit Ihnen den Beratungsinhalt exakt festlegen. Gegebenenfalls können Sie einen Festpreis vereinbaren. Lassen Sie sich auch nicht von „günstigen Pauschalhonoraren" zum Beispiel für eine Analyse Ihres Unternehmens täuschen. Unseriöse Berater verfolgen mit derartigen Analysen nur das Ziel, im Anschluss an diese Arbeiten weitere Beratungsleistungen zu verkaufen. Diese Aufbau- oder Anschlussberatungen werden dann häufig von anderen Personen und zu viel höheren Honoraren durchgeführt.

4. Gibt es klare Aussagen zur Beratungsdurchführung und zum Beratungsbericht?

Die Durchführung des Beratungsauftrages sollte exakt auf Ihren Terminkalender abgestimmt sein. Dies gilt auch für alle zu beteiligenden Personen in Ihrem Unternehmen. Diese müssen genügend Zeit und Ruhe für die intensive Zusammenarbeit mit dem Berater aufbringen. Das gilt vor allem für die ersten Gespräche, in denen sich der Berater einen intensiven Einblick in das Unternehmen verschafft. Eine wesentliche Aufgabe des Beraters besteht darin, Sie von der Notwendigkeit bestimmter Maßnahmen zu überzeugen und Ihnen die richtigen Ratschläge für Entscheidungen zu geben. Die Umsetzung der Empfehlungen bleibt letztendlich Ihre Aufgabe.

Falls in Ihrem Unternehmen ein Betriebsrat existiert, sind Sie verpflichtet, ihn rechtzeitig über die Beratung zu informieren.

Die Beratungsergebnisse sollten möglichst in einem schriftlichen Bericht dokumentiert werden. Dieser Bericht muss alle wichtigen Punkte enthalten, wie zum Beispiel die Ergebnisse der Unternehmensanalyse, die festgestellten Schwachstellen und die Beschreibung der einzuleitenden Maßnahmen mit konkreten Hinweisen für die selbstständige Umsetzung im Unternehmen. Am Ende sollte ein Maßnahmenplan stehen, in dem die Zeitabläufe und Zuständigkeiten für die durchzuführenden Verbesserungen festgehalten werden. Der Beratungsbericht ist übrigens eine wichtige Grundlage bei der Bewilligung von Fördermitteln für Beratungen.

5. Zahlen Sie die Rechnung erst dann, wenn die vereinbarten Arbeitsergebnisse tatsächlich erbracht sind und Sie von dem Ergebnis überzeugt sind.

Oft trifft man bei unseriösen Beratern die Praxis an, dass nach Ableistung einer bestimmten Arbeitszeit - häufig nach einer Woche - sofort eine Teil- oder sogar eine Gesamtzahlung verlangt wird. Der seriöse Berater wird Ihnen nach Abschluss der Beratung eine exakte Rechnung übersenden. Bei einer umfangreichen Beratung können auch Abschlagszahlungen vereinbart werden.

Viele Berater verlangen von Ihrem Kunden eine schriftliche Bestätigung, dass er mit der erbrachten Beratungsleistung einverstanden ist. Diese Bestätigung sollten Sie nur dann abgeben, wenn Sie das Beratungsergebnis gründlich geprüft haben und Sie von dem Erfolg der Beratung voll überzeugt sind. Lassen Sie sich auch hierbei nicht unter Zeitdruck setzen. Eine übereilt abgegebene schriftliche Bestätigung kann in einem eventuellen Rechtsstreit mit dem Berater zu Ihren Ungunsten ausgelegt werden.

6. Denken Sie an die Fördermöglichkeiten

Beratungen durch freie Berater können gefördert werden. Nähere Informationen über die Fördermöglichkeiten finden Sie auf unseren Internetseiten.

7. Beraterverbände

Zahlreiche Berater sind in Berufsverbänden organisiert. Diese Verbände präsentieren sich und das Angebot ihrer Mitglieder in der Regel auch im Internet. Hier finden Sie zwei Beispiele von Beraterverbänden, deren Mitglieder auch über Erfahrungen in der Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen verfügen:

Zu Fragen des betrieblichen Rechnungs- und Steuerwesens stehen zum Beispiel die Experten des Verbandes der Wirtschafts- und Steuerberatungsstellen im Handwerk NRWe.V. zur Verfügung.  

Ihr Ansprechpartner:
Jürgen-Johannes Lau