Düsseldorf (LGH). Es ist zwar noch gar nicht richtig fertig, aber es wurde bereits ausgezeichnet: Der Serious Games Award in Bronze ging an den Prototypen des Computerspiels „Team Player“, das von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) mitentwickelt wird. Der Preis wurde auf der CeBIT in Hannover im Rahmen der Serious Games Conference 2010 übergeben.
Bei „Team-Player“ geht es vor allem um die Stärkung der fachlichen und interkulturellen Kompetenzen junger Auszubildender im Handwerk. Die Jury lobte gerade die gelungene spielerische Verbindung dieser beiden Schlüsselkompetenzen in einem Spiel. Weiterhin betonten die Experten, dass bei diesem Serious Game der Spielspaß besonders im Vordergrund stehe. Dies werde demnächst bei der Zielgruppe die Aufnahme der Lerninhalte erleichtern. „Team Player“ lässt die Spieler in verschiedene Persönlichkeiten und Berufsbilder schlüpfen, um anspruchsvolle kommunikative und fachliche Aufgaben beziehungsweise Rätsel zu lösen.

Der deutsche Serious Games Award wird jährlich im Rahmen der Serious Games Conference von nordmedia und dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung verliehen. Er wird in den Kategorien Gold, Silber und Bronze von einer Expertenjury vergeben. „Team Player“ konnte sich im Vorfeld als einer von fünf Nominierten in einem Feld von 66 Einreichungen durchsetzen.
Das „Team Player“-Projekt wird von dem Spieleentwickler Daedalic Entertainment in Hamburg in enger Zusammenarbeit mit der LGH durchgeführt. Als Spiel-Charaktere treten vier Auszubildende auf, die unterschiedliche Handwerksberufe erlernen und verschiedene kulturelle Hintergründe mitbringen. Alle haben jedoch eines gemeinsam: die Liebe zur Musik. Sie spielen zusammen in der Band „The Skillz“ und sehen ihrem ersten großen Auftritt entgegen. Bis es aber soweit ist, haben sie Einiges zu erledigen. Jeder der vier Charaktere bringt individuelle Kompetenzen mit, hat seine speziellen beruflichen und privaten Aufgaben zu meistern und gerät immer wieder in Situationen, in denen er sich mit seinen Bandkollegen behaupten muss. Als „Team-Player“ müssen die Vier das Miteinander ungeachtet der kulturellen Unterschiede bewältigen.
Das Projekt „Team-Player: Computergestütztes Lernspiel zur Stärkung der interkulturellen Handlungskompetenzen von Jugendlichen in der dualen handwerklichen Berufsausbildung“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Koordiniert wird es von der LGH in Abstimmung mit dem Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.





